Das alte Feuerwehrhaus im Rebhuhnweg
Die Manschaft um 1930 mit Kommandant Reisinger
Einsatz in Posch ca. 1930

Im Jahre 1900 hatte Pichling 29 bewohnte Häuser, 12 davon dienten der Landwirtschaft, 1 der Eisenbahn (die auch in Anger, Au, Oiden und Ufer Häuser besaß). Jeweils ein Wirt, Schmied, Binder, Drechsler, Zimmermann, Krämer und Wagner zählten auch zu den Hausbesitzern. Ohne ein eigenes Haus zu besitzen wohnten hier noch je ein Schuster, Käsemacher und Rechenmacher.

Von den insgesamt 198 Einwohner waren 103 männlich und 95 weiblich. Damit  hatte die Ortschaft Pichling die höchste Einwohnerzahl nach Ebelsberg, war räumlich weit genug von der Feuerwehr Ebelsberg entfernt und konnte auch den Schutz der anderen Ortschaften (Oiden, Anger, Posch, Au, Schwaigau, Traundorf, Ufer, Mönchgraben und Ödt) übernehmen. So enstand hier die erste Zeugstätte der FF Pichling. Unsere Wehr wurde am 19. August 1900 als Filiale der FF Ebelsberg gegründet, die am 30. Juni 1901 als eigenständige „Freiwillige Feuerwehr Pichling“ in Wirksamkeit getreten ist. Sie hatte wie die anderen  Freiwilligen Feuerwehren bis zum Jahr 1938 Vereinsstatus. Die Satzungen sahen für die Feuerwehrmänner mindestens eine 3-jährige Mitgliedschaft vor. Nach Ablauf dieser Zeit erneuerte sich die Dienstpflicht um ein weiteres Jahr, sofern nicht eine schriftliche Austrittsmeldung bei der Jahreshauptversammlung im Jänner erfolgte. Der erste Kommandant unserer Wehr hieß Josef Reisetbauer, Ökonom und Gastwirt, der dieser Funktion von 1901 bis 1928 ausübte. Er stellte der FF Pichling kurz nach der Gründung ein Grundstück zum Bau eines Zeughauses zur Verfügung. Das 1902 errichtete Gebäude diente unserer Wehr bis 1971 und steht noch heute im Rebhuhnweg neben dem Gasthaus Duschanek.