Die Hager-Brüder und Kollegen mit ergebigem Huchenfang
Karte von 1938; rot markiertes Feld zeigt beschlagnahmte Fläche zum Bau der Hermann-Göring-Werke
Die kleine Eisenbahn mit dem Schüttmaterial vom Weikerlsee (1939)
Links die Traun und rechts der soeben entstandene Weikerlsee (Hochwasser 1940)
Schüttmaterial vom Weikerlsee mit dem ehem. Friedhof von St.Peter (1939)
Zitzlau; dahinter das Augebiet
Das Voestbad 1952
Eigene Busse beförderten Voest-Mitarbeiter zur Erholung am Weikerlsee
Altpichlinger am Strandbad
Die Frontansicht des „Stahlbades“
Bademodenschau am Weikerlsee
Sportausflug
Fischsterben nach Hochwasser (1956)
Bau der Brücke über kleinen Weikerlsee

Die Entstehung des Weikerlsees

Genau wie der Pichlingersee entstanden die beiden Weikerlseen durch Schotterabbau für die Errichtung der Hermann-Göring-Werke in den Jahren 1938/39: es wurde Schüttmaterial benötigt, um das Werksgelände gegen damals noch drohende Hochwasser zu sichern.

Der Aushub wurde über eigens verlegte Schmalspurgeleise über mehrere Kilometer zur heutigen VOEST transportiert.

 

Das "Weikerlhäusl" - Genese des Seenamens

Die Bezeichnung "Weikerl" ist wohl auf das "Weikerlhäusl" zurückzuführen, das 1692 erstmals als "Weicketseder Häusl" erwähnt wurde. Später mutierte der Name zu "Weiggerl".

Seit wann es Gasthaus war, ist nicht nachgewiesen, sicher jedenfalls von 1757 an. 1782 wird auch der Betrieb des Bäckergewerbes erwähnt und das um 1834 erbaute Häusl wird in den Pfarrbüchern Weikerlbäck genannt. Im Codex CVIII 6 des Florianer Stiftsarchivs wird genannt de Tawrndorf Weigel, was wohl auf unseren Weikerl in der Rohrau bezogen werden darf. Im Jahre 1757 wurde Haus und Häusl wegen Einbruch der Donau zu verlassen, ein Teil des Hauses war schon in die Donau gestürzt und das Haus (ohne Häusl) 300 Schritte weit landeinwärts gegen Ebelsberg zu neu aufgebaut.

(Rupertsberger M., 1912)

 

Der Weikerlwirt - eine Herberge für die Flößer

 

Strandbad der VOEST

In den 50er Jahren wurde von den Stahlwerken ein eigenes Erholungszentrum am Weikerlsee errichtet: Es umfasste das Strandbad, Umkleideräume und eine Kantine.

Eigene Busse brachten die Erholungsbedürftigen an den See, wo sie Wasserspaß und Sonne genießen konnten.

Die Verunreinigungen infolge des Hochwassers im Jahre 1954 machten den Weikerlsee vorübergehend badeuntauglich. Kaum hatte sich die Wasserqualität regeneriert, gelangten Schadstoffe aus der Traun in den See. Dies bedeutete das Aus für den Betrieb des Strandbades, welches jahrelang großen Anklang fand (siehe Bild). Doch der Pichlingersee wurde schon bald als echte Alternative dazu auserkoren.

Mitte der 70er Jahre begann der Bau des Kraftwerks Asten-Abwinden. Im Zuge dessen wurde auch ein Klärbecken zwischen Großem und Kleinen Weikerlsee angelegt.

Außerdem plante die VOEST, den Großen Weikerlsee mit Schlacke zuzuschütten, wovon noch heute die Betonbrückenpfeiler in der Traun zeugen.

Die Abwendung dieses Planes ist einigen engagierten Umweltschützern zu verdanken!

 

Trotz des damaligen Kahlschlages gleicht die Au rund um den Weikerlsee heute einem „gewaltigen Dschungel“ und dient als Refugium für viele Tiere.

 

Naherholungsgebiet heute

1994 wurde der kleine Weikerlsee von der Stadt Linz erworben und in Folge vergrößert, um ein Naherholungsgebiet für die Einwohner der SolarCity zu schaffen.

Zudem führt nun eine 74 Meter lange Brücke über den erweiterten Seeabschnitt: Die 3,60 Meter breite und 5,60 Meter vom Wasserspiegel bis zur Gehsteigkante hohe Holzkonstruktion ruht auf acht ca. 10 Meter im Erdreich versenkten Betonpfeilern.

In der Mitte der Brücke befindet sich eine 55 Quadratmeter große, überdachte Aussichtsplattform, die einen wunderschönen Panoramablick in die umliegende Aulandschaft eröffnet.

 

Allgemeines

Ein Durchfluss verbindet den Großen mit dem Kleinen Weikerlsee. Dem größeren der beiden Seen entsringt östlich das "Mitterwasser", welches schließlich im Raum Enns ind die Donau mündet.

Beide Seen weisen auch im Sommer eine nur sehr geringe Wassertemperatur auf, was auf die Grundwasserspeisung zurückzuführen ist.

Die maximale Tiefe beträgt 7 Meter, der Grund ist von Schlamm und leider auch einigem Müll bedeckt, der im Laufe der Zeit im See entsorgt wurde.

Zudem raten Taucher, immer ein Messer mitzuführen, da man sich leicht in einer der zahlreichen Fischersilke verheddert.

 

"Der See lebt...

Fischbestand: Hechte, Barsche, Zander, Brachsen, Forellen, Rotaugen, Lauben, Karpfen, Schleien

Eine Besonderheit sind die vielen Flussperlmuscheln, welche Größen bis zu 15 Zentimeter erreichen, aber unter strengem Naturschutz stehen!

 

 

 

 

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