Plattform gegen Schotterabbau

Von: regionews.at
Die Gegner der Schottergrube beim Pichlingersee planen Ende August eine Demonstration vor dem Landhaus


 

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Unter der gegründeten Plattform „Rettet den Pichlingersee“ formieren sich die Gegner dieses Projektes. Erstes Ziel ist, die Bewohner der Anliegergemeinden und die Badegäste mit einem Flugblatt zu informieren, sagt Franz Schramböck von der Plattform.

Im August sind noch weitere Aktionen geplant. Unter der Mailadresse rettet-den-pichlingersee@liwest.at können sich Unterstützer dieser Plattform eintragen.

Mit allen involvierten Politikern (LR. Sigl, LR. Anschober, LR Haimbuchner, Vizebgm. Luger, StR. Schobesberger) wurden bereits Interviews geführt.

Obwohl der gesamte Gemeinderat von Linz den Abbau seit Jahren ablehne, habe vor kurzem LR. Haimbuchner als zuständiger Naturschützer sein OK gegeben.

Auch LR. Anschober sehe demnach keine Beeinträchtigung der Seebesucher, sagt Schramböck.

 

Schottergruben-Betreiber Glisic ist zu Gesprächen bereit

Herr Glisic, der Schottergruben-Betreiber, hat per Mail Schramböck kontaktiert und unter dem Motto „Durchs Reden kommen die Leut zsamm“ um einen Rückruf gebeten. Glisic meint, er sei bisher falsch verstanden worden. Er möchte auf keinen Fall den Erholungswert der Badegäste beeinträchtigen. Sein Schotterabbau - sollte er genehmigt werden - wird so lärm- und staubarm wie möglich arbeiten. Es wird eine asphaltierte Straße zum Gelände gebaut und diese täglich benetzt, um so wenig als möglich Staub aufzuwirbeln.

Er ist der Meinung, wenn es um punkto Lärm geht, dann würde die ÖBB mit den ständig vorbeifahrenden Zügen wesentlich mehr Lärm verursachen.

 

Franz Schramböck im Gespräch mit

Mag. Thomas Stelzer OÖVP Klubobmann und mit Herrn Glisic, Schottergruben-Betreiber aus Perg

 

 

Stellungnahme Bgm. Dobusch:

 

"Wir sind aus grundsätzlichen Überlegungen (ökologische Gründe bzw. Gründe bezüglich Lebensqualität der BewohnerInnen) gegen diesen Schotterabbauplatz.

 

Eine Lärmschutzwand wäre eine Maßnahme, die diesbezüglich auch nichts bringen würde - Stichwort Belastung durch Staub, LKW-Verkehr,...

 

Ein diesbezüglicher Antrag (Resolution gegen den Schotterabbau) der SPÖ-Fraktion wurde übrigens vom Linzer Gemeinderat am 1. Juli d.J. mit Stimmenthaltung der ÖVP mehrstimmig angenommen. Alle anderen Parteien sind auch gegen den Schotterabbau!"

 

 

Da Redakteur Franz Schramböck (Radio50Plus) selbst den Pichlingersee seit Jahrzehnten zu jeder Jahreszeit besucht, habe er es sich zur Aufgabe gemacht, die genannte Protestaktion ins Leben zu rufen.