Wohnungen statt Kasernen?

Von: Neues Volksblatt



 

Zwar findet sich die Kaserne Ebelsberg nicht auf der jetzt kursierenden Schließungsliste, im Entwurf für den neuen Linzer Flächenwidmungsplan wird das Areal aber bereits als Wohnbau-Gelände geführt. „Für diesen Flächenwidmungsplan trägt Bürgermeister Franz Dobusch als Planungsreferent die politische Verantwortung. Aufgrund der aktuellen Schließungsdebatte fordern wir von Dobusch ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Kaserne Ebelsberg und damit eine Revidierung seiner Planvorlagen. Eine Schließung kommt für uns jedenfalls nicht in Frage!“, betont Christoph Jungwirth, Obmann der JVP Linz.

Fünf Standorte auf „Optimierungsliste“

Die Verunsicherung bleibt groß: Streitkräftekommandant Günter Höfler bestätigte in einer Aussendung keine „festgelegte und genehmigte Liste“, sehr wohl aber „Überlegungen zur weiteren Optimierung der Standorte“. In dem Schriftstück werden fünf Liegenschaften genannt: Die Radetzky-Kaserne in Horn (NÖ), die Goiginger-Kaserne in Bleiburg (Kärnten), die Strucker-Kaserne in Tamsweg (Salzburg), die Pontlatz-Kaserne in Landeck (Tirol) und die Hadik-Kaserne im steirischen Fehring. Außerdem wird laut dem Dokument der Einsparungsbedarf mit 600 Millionen Euro bis 2014 beziffert. Der Generalstab gab gestern offenbar das Kommando zum Rückzug. Höfler wörtlich: „Mit heutiger Wirkung wurde eine Weisung des Generalstabs an die Streitkräfte erteilt, diesbezügliche Beurteilungen unverzüglich einzustellen.“