Neben der Bau – und Rüstungsindustrie litt am stärksten die Landwirtschaft unter dem Arbeitskräftemangel. Es bestand auch erhöhte Ablieferungspflicht für landwirtschaftliche Produkte aufgrund des Krieges, dies verstärkte den Bedarf an Arbeitskräften. Hier wurden Kriegsgefangene und Fremdarbeiter vor allem aus dem Osten eingesetzt, um die Nahrungsmittelproduktion zu sichern. Reichsnährstand und Arbeitsamt organisierten den Arbeitseinsatz der Ausländer.

Der Bauer meldete seinen Bedarf dem Ortsbauernführer. Kreisbauernschaft und Arbeitsamt nahmen die Verteilung vor.

 

Natürlich zählt diese "Sklavenarbeit" zu einem traurigen Kapitel des NS-Regimes. Jedoch erzählen Zeitzeugen, dass es den in Pichling beschäftigten Zwangsarbeitern relativ gut ging.

Dies beweisen auch etliche Fälle, dass jene Arbeiter besonders in den anarchischen Tagen nach Kriegsende, wo Plünderungen an der Tagesordnung standen, den Pichlinger Bauern halfen, ihre Höfe zu schützen.