Franziska Durstberger

Frau Franziska Durstberger wurde 1923 in Pichling geboren und ist eine Tochter des Hager-Fischers.

Sie kann sich noch heute genau an ihre Kindheit und den Flößereibetrieb auf der Traun erinnern. Ihr Vater, Franz Hager, war ein sogenannter "Nauführer". Dazu musste man eine Prüfung ablegen und war so in der Lage, große Floße mit 10 bis 14 Mann zu "kommandieren".

Damals wurde nämlich das Holz aus den Bergen mit kleinen Floßen bis zur Einmündung der Traun in die Donau transportiert, wo diese wiederum zu großen Floßen zusammengebaut wurden.

Öfters, so erzählt Frau Durstberger, sei sie mit ihrer Schwester zur Traun gelaufen, um ein Stückchen mitzufahren.

Die Familie Hager hatte während der 30er Jahre, so wie fast alle Familien, ein nen kleinen "Randacker" zum Gemüseanbau gemietet. Dieser musste im Sommer auch gespritzt werden. Zu diesem Zwecke ergatterte der Vater von den Spinnerei in Kleinmünchen ein paar große Regenfässer. Doch nun stellte sich die Frage, wie diese heim transportiert werden sollten. Als Nauführer lag natürlich nichts näher, als auf ein Floß zurückzugreifen, welches auch gleich auf der Traun angehalten wurde.

Während die Arbeiter auf dem Landweg wieder nach Stadl-Paura fuhren, um die nächsten Stämme zu holen, steuerte Franz Hager mit seinen Töchtern das schwimmende Gefährt heimwärts.

Doch irgendwie muss er eine Untiefe übersehene haben und das Floß verkeilte sich in den Steinen.

So musste Frau Durstberger ans Ufer waten, um Hilfe zu holen. In mühsamer Arbeit wurde das Floß zerlegt und per Hand in den Hafen geschleppt.

Dies ist nur eine der vielen Anekdoten über die Flößerei auf der Traun.

 

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