Wie durch ein Wunder wurde der Brunnen nicht beschädigt

Sturmschaden beim Schloss Ebelsberg

Der verheerende Orkan "Kyrill" zog Spuren der Verwüstung durch Europa und verschonte dabei auch Ebelsberg nicht. Besonders getroffen wurde das Schloss Ebelsberg.

Dass die Allee mit ihren alten Kastanienbäumen bei Sturm ein Risiko bergen könnte, war den Bewohnern schon vor der Katastrophe klar. Man stellte die Autos deswegen im Schlosshof ab. Was aber niemand ahnen konnte: Gegen 02.00 Uhr morgens war ein lautes Krachen zu vernehmen. Zunächst nahm man an, es würde sich um berstende Bäume handeln. Rasch stellte sich allerdings heraus, dass es sich um die Bedachung des historischen Bauwerks handelte, welche mitsamt dem Gebälk herausgerissen wurde, in den Hof stürzte und ein Auto unter sich begrub.

Einen Augenblick später stürzte auch der auch der restliche Dachteil der Westseite in den Hof. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Auch der Brunnen sowie der Holzerker blieben heil. Allerdings beschädigten vom Wind herumgewirbelte Teile den Nordturm.

Das Dach war erst unlängst - auf der Nordseite 2005, auf der Ostseite 2006 - zur Gänze renoviert worden.

Am Tag nach dem Orkan war eine Firma trotz starken Regens und Wind mit Schadensbegrenzung beschäftigt: Das abgedeckte Schloss musste mit Folien gegen Wassereinwirkung geschützt werden, da der alten Lehmdecke bei Nässe der Einsturz gedroht hätte.

 

 

 

OÖN vom 28.10.2005:

Linz bezahlt Schlossdach

 

LINZ. 450.000 Euro wird die Erneuerung des Daches von Schloss Ebelsberg voraussichtlich kosten. Die Stadt Linz wird nun 90.000 Euro dazu beisteuern. Auch Bund und Land fördern das Bauvorhaben des Kulturvereines Schloss Ebelsberg. Die Nordseite des Gebäudes hat bereits ein neues Dach, im November dieses Jahres wird auch die Erneuerung der westlichen Dachfläche abgeschlossen sein. Die Dächer der Süd- und Ostseite sowie das Pförtnerhaus sind allerdings erst 2007 an der Reihe.